BZF II (Deutsch)

Der Inhaber des BZF II ist zur Ausübung des Sprechfunkverkehrs bei Flügen nach Sichtflugregeln (VFR) in deutscher Sprache berechtigt. Für die Zeit der praktischen Ausbildung und aller VFR-Flüge innerhalb der Bundesrepublik reicht diese Lizenz völlig aus.

Die Prüfung bei der Bundesnetzagentur zum Erwerb des BZF II besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil.

Zuerst müssen die Prüflinge theoretische Fragebögen (ähnlich wie beim Führerschein, nur eine Antwort ist richtig) ausfüllen. Erreicht werden müssen 75 von 100 Punkten.

Im praktischen Teil wird anschließend ein Ab- und Anflug von/zu einem kontrollierten Flugplatz simuliert. Verwendung der korrekten Sprechgruppen, richtige Einleitung der Not- und Dringlichkeitsverfahren, sicheres Handeln bei komplizierten Sonder-VFR-Freigaben sind gute Voraussetzungen für das Bestehen der BZF-Prüfung

Im schriftlichen Teil sind folgende Kenntnisse nachzuweisen:

Rechtliche Grundlagen des beweglichen Flugfunkdienstes im nationalen Bereich.
Die wichtigsten Bestimmungen über Zulassung und Genehmigung von Funkanlagen des beweglichen Flugfunkdienstes.
Betriebsverfahren für den Sprechfunkverkehr im beweglichen Flugfunkdienst.
Anwendung des Not- und Dringlichkeitsverfahrens im Sprechfunkverkehr des beweglichen Flugfunkdienstes.
Die wichtigsten Bestimmungen und Betriebsverfahren aus dem Bereich der Flugsicherung.
Flugsicherungssystem und Luftraumorganisation in der Bundesrepublik Deutschland einschließlich Such- und Rettungsdienst (SAR).
Luftverkehrsordnung einschließlich der dazu erlassenen Durchführungsverordnungen, soweit sie für Flüge nach Sichtflugregeln zur Anwendung kommen.
Verordnung über die Flugsicherungsausrüstung der Luftfahrzeuge für Flüge nach Sichtflugregeln einschließlich der dazu ergangenen Durchführungsverordnungen.
Funknavigation bei Flügen nach Sichtflugregeln.

Im praktischen Teil sind folgende Fertigkeiten nachzuweisen:

Vorbereitung eines Fluges nach Sichtflugregeln von und zu einem Flugplatz mit Flugverkehrskontrolle unter Verwendung amtlicher Unterlagen und Veröffentlichungen, soweit es für die Durchführung des Sprechfunkverkehrs erforderlich ist.
Abwicklung eines Sprechfunkverkehrs in deutscher Sprache unter Annahme eines Fluges nach Sichtflugregeln und unter Verwendung der dafür festgelegten Redewendungen, Ausdrucke, Verfahren, und Abkürzungen einschließlich der Not- und Dringlichkeitsverfahren.

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